Sexualität der Hündin
Weibliche Hunde werden ab einem Alter von 6-12 Monaten alle 5-8 Monate läufig. Die sog. "Hitze" dauert 3-4 Wochen und ist an dem blutigen Ausfluß, der vergrößerten Scham und der Attraktivität für Rüden erkennbar. Jede geschlechts-gesunde Hündin hat einen individuellen Zyklus. Das bedeutet, sowohl Dauer und Intensität der Hitze als auch der Abstand zwischen 2 Läufigkeiten sollten bis ins hohe Alter gleich bleiben. Jede Unregelmäßigkeit deutet auf einen beginnenden Krankheitsprozeß hin. Es ist daher ratsam, einen Läufigkeits-Kalender zu führen. Die hormonellen Veränderungen nach der Hitze sind bei allen Hündinnen, unabhängig davon ob sie belegt wurden oder nicht, nahezu die selben. Dies führt zu einem mehr oder weniger deutlichen Wachstum der Milchdrüsen und zu Verhaltensänderungen nach 4-8 Wochen.
Scheinträchtigkeit bei der Hündin
Insbesondere kleine Hunde und Tiere mit Beschäftigungsmangel neigen während dieser als "Scheinträchtigkeit" bezeichneten Periode zu Aggressivität und Verteidigung von Spielzeug (auch gegenüber dem Besitzer), Nestbau und Unlust. Durch Milchbildung und Besaugen der eigenen Zitzen besteht die Gefahr einer Milchdrüsenentzündung. Neben medikamentellen Möglichkeiten liegt der Hauptteil der Therapie in ihren Händen.

Was ist zu beachten?
Entfernen Sie sämtliche Decken, Tücher oder als Spielzeug und Welpenersatz verwendete Gegenstände. Lenken Sie die Hündin durch Beschäftigung und vermehrten Auslauf ab. Bitte keine örtliche Behandlung des Gesäuges mit Salben und kein "Ausmelken", da dies nur zu vermehrter Milchbildung führt. Entgegen der landläufigen Auffassung, "jede Hündin sollte zumindest 1x im Leben einen Wurf produziert haben", gibt es hierzu keine wissenschaftlich begründeten Hinweise. Vielmehr ist es sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken zur richtigen Verhütung der Läufigkeit zu machen, wenn die Hündin nicht zur Zucht eingesetzt werden soll und man nicht 2x im Jahr unerwünschten Nachwuchs riskieren will.
Kastration der Hündin
Die frühzeitige Kastration, also die chirurgische Entfernung der Eierstöcke (und der Gebärmutter) ist die zuverlässigste Methode, sowohl Nachwuchs als auch gut- oder bösartige Erkrankungen des Genitaltrakts und des Gesäuges im Alter zu vermeiden. Wie wichtig dies für die Lebenserwartung ist, zeigen folgende Zahlen: 1. Die durchschnittliche Lebenserwartung frühkastrierter Hündinnen liegt 2 Jahre über den von nicht kastrierten! 2. 60% aller nicht kastrierten Hündinnen zwischen 9-11 Jahren haben Tumorknoten im Gesäuge (das entspricht 1/3 aller möglichen Tumoren bei der Hündin). 50% der Tumoren sind bösartig und können Metastasen, also Tochtergeschwüre, bilden. 3. Eine frühzeitige Kastration zwischen der 1. und 2. Hitze senkt das Tumorrisiko um mehr als 80%! 4. Eine Kastration nach 2,5-3 Lebensjahren bleibt ohne wesentlichen Einfluß auf die Tumorbildung, verhindert aber ebenso alle Erscheinungen der Läufigkeit, Scheinschwangerschaft und von Gebärmuttererkrankungen. Im Gegensatz zur Entfernung einer vereiterten Gebärmutter ("Pyometra"), die gehäuft nach mehrmaliger Gabe der sog. "Läufigkeits-Spritze" oder bei älteren Hunden auftreten kann, ist das operative Risiko der Kastration bei einer gesunden Hündin sehr gering. Verhaltensänderungen nach dem Eingriff sind sehr selten und führen meist zu einem ausgeglicheneren Wesen und erhöhter Anhänglichkeit. Die oft befürchtete Gewichtszunahme ist lediglich ein Resultat falscher, nicht bedarfsgerechter Fütterung und kann durch artgerechte Ernährung und ausreichend Bewegung vermieden werden. Sehr selten entwickeln vor allem Hündinnen sehr großer Rassen Monate bis Jahre nach dem Eingriff eine leichte Blasenschwäche ("Harnträufeln"), die aber meist gut therapierbar ist.

Hormonelle Verhütung der Läufigkeit bei der Hündin
Die hormonelle Verhütung der Läufigkeit ("Läufigkeits- oder 5-Monats-Spritze") ist wegen folgender Komplikationen und Spätfolgen abzulehnen: Gebärmuttererkrankungen, Gesäugetumoren, Diabetes, Haarlosigkeit an der Injektionsstelle. Eine noch höhere Gefährdung für die Gesundheit und das Leben der Hündin stellt die medikamentelle Vermeidung der Trächtigkeit nach erfolgtem Deckakt dar: Gebärmuttererkrankungen und Knochenmarksschädigungen mit tödlichem Ausgang können die Folgen sein.
Ultraschalluntersuchung auf Trächtigkeit bei der Hündin
Eine Ultraschalluntersuchung 25 Tage nach dem unerwünschten Deckakt zeigt nebenwirkungsfrei und zuverlässig ob der Paarungsakt erfolgreich war. Zu diesem Zeitpunkt kann der Besitzer sich im Interesse der Gesundheit der Hündin für die Fortsetzung der Trächtigkeit oder einen risikoarmen, operativen Abbruch entscheiden.
Weibliche Hunde werden ab einem Alter von 6-12 Monaten alle 5-8 Monate läufig. Die sog. "Hitze" dauert 3-4 Wochen und ist an dem blutigen Ausfluß, der vergrößerten Scham und der Attraktivität für Rüden erkennbar. Jede geschlechts-gesunde Hündin hat einen individuellen Zyklus. Das bedeutet, sowohl Dauer und Intensität der Hitze als auch der Abstand zwischen 2 Läufigkeiten sollten bis ins hohe Alter gleich bleiben. Jede Unregelmäßigkeit deutet auf einen beginnenden Krankheitsprozeß hin. Es ist daher ratsam, einen Läufigkeits-Kalender zu führen. Die hormonellen Veränderungen nach der Hitze sind bei allen Hündinnen, unabhängig davon ob sie belegt wurden oder nicht, nahezu die selben. Dies führt zu einem mehr oder weniger deutlichen Wachstum der Milchdrüsen und zu Verhaltensänderungen nach 4-8 Wochen.
Scheinträchtigkeit bei der Hündin
Insbesondere kleine Hunde und Tiere mit Beschäftigungsmangel neigen während dieser als "Scheinträchtigkeit" bezeichneten Periode zu Aggressivität und Verteidigung von Spielzeug (auch gegenüber dem Besitzer), Nestbau und Unlust. Durch Milchbildung und Besaugen der eigenen Zitzen besteht die Gefahr einer Milchdrüsenentzündung. Neben medikamentellen Möglichkeiten liegt der Hauptteil der Therapie in ihren Händen.

Was ist zu beachten?
Entfernen Sie sämtliche Decken, Tücher oder als Spielzeug und Welpenersatz verwendete Gegenstände. Lenken Sie die Hündin durch Beschäftigung und vermehrten Auslauf ab. Bitte keine örtliche Behandlung des Gesäuges mit Salben und kein "Ausmelken", da dies nur zu vermehrter Milchbildung führt. Entgegen der landläufigen Auffassung, "jede Hündin sollte zumindest 1x im Leben einen Wurf produziert haben", gibt es hierzu keine wissenschaftlich begründeten Hinweise. Vielmehr ist es sinnvoll, sich frühzeitig Gedanken zur richtigen Verhütung der Läufigkeit zu machen, wenn die Hündin nicht zur Zucht eingesetzt werden soll und man nicht 2x im Jahr unerwünschten Nachwuchs riskieren will.
Kastration der Hündin
Die frühzeitige Kastration, also die chirurgische Entfernung der Eierstöcke (und der Gebärmutter) ist die zuverlässigste Methode, sowohl Nachwuchs als auch gut- oder bösartige Erkrankungen des Genitaltrakts und des Gesäuges im Alter zu vermeiden. Wie wichtig dies für die Lebenserwartung ist, zeigen folgende Zahlen: 1. Die durchschnittliche Lebenserwartung frühkastrierter Hündinnen liegt 2 Jahre über den von nicht kastrierten! 2. 60% aller nicht kastrierten Hündinnen zwischen 9-11 Jahren haben Tumorknoten im Gesäuge (das entspricht 1/3 aller möglichen Tumoren bei der Hündin). 50% der Tumoren sind bösartig und können Metastasen, also Tochtergeschwüre, bilden. 3. Eine frühzeitige Kastration zwischen der 1. und 2. Hitze senkt das Tumorrisiko um mehr als 80%! 4. Eine Kastration nach 2,5-3 Lebensjahren bleibt ohne wesentlichen Einfluß auf die Tumorbildung, verhindert aber ebenso alle Erscheinungen der Läufigkeit, Scheinschwangerschaft und von Gebärmuttererkrankungen. Im Gegensatz zur Entfernung einer vereiterten Gebärmutter ("Pyometra"), die gehäuft nach mehrmaliger Gabe der sog. "Läufigkeits-Spritze" oder bei älteren Hunden auftreten kann, ist das operative Risiko der Kastration bei einer gesunden Hündin sehr gering. Verhaltensänderungen nach dem Eingriff sind sehr selten und führen meist zu einem ausgeglicheneren Wesen und erhöhter Anhänglichkeit. Die oft befürchtete Gewichtszunahme ist lediglich ein Resultat falscher, nicht bedarfsgerechter Fütterung und kann durch artgerechte Ernährung und ausreichend Bewegung vermieden werden. Sehr selten entwickeln vor allem Hündinnen sehr großer Rassen Monate bis Jahre nach dem Eingriff eine leichte Blasenschwäche ("Harnträufeln"), die aber meist gut therapierbar ist.

Hormonelle Verhütung der Läufigkeit bei der Hündin
Die hormonelle Verhütung der Läufigkeit ("Läufigkeits- oder 5-Monats-Spritze") ist wegen folgender Komplikationen und Spätfolgen abzulehnen: Gebärmuttererkrankungen, Gesäugetumoren, Diabetes, Haarlosigkeit an der Injektionsstelle. Eine noch höhere Gefährdung für die Gesundheit und das Leben der Hündin stellt die medikamentelle Vermeidung der Trächtigkeit nach erfolgtem Deckakt dar: Gebärmuttererkrankungen und Knochenmarksschädigungen mit tödlichem Ausgang können die Folgen sein.
Ultraschalluntersuchung auf Trächtigkeit bei der Hündin
Eine Ultraschalluntersuchung 25 Tage nach dem unerwünschten Deckakt zeigt nebenwirkungsfrei und zuverlässig ob der Paarungsakt erfolgreich war. Zu diesem Zeitpunkt kann der Besitzer sich im Interesse der Gesundheit der Hündin für die Fortsetzung der Trächtigkeit oder einen risikoarmen, operativen Abbruch entscheiden.



Krankheiten beim Hund

